Erfolg mit Servicehunden
Der Langdistanz Langlauf wird immer professioneller. Wer bei Ski Classics Wettkämpfen erfolgreich sein will braucht nicht nur starke Athleten sondern auch ein schlagkräftiges Serviceteam. Rennläufer, die Marathondistanzen und mehr erfolgreich bewältigen möchten, benötigen während eines Wettkampfes nicht nur die richtige Verpflegung, sondern auch im Falle eines Materialdefekts rasche Hilfe und Ersatzmaterial.
Passiert zB ein Stockbruch außerhalb der offiziellen Servicezonen, ist es für die Betreuer meist schwierig den Athleten rasch zu erreichen und mit Ersatzmaterial auszustatten. Besonders bei Strecken, wo viele Abschnitte weit weg von befahrbaren Verkehrswegen sind. Der jeweilige Athletist dann zumeist zur Aufgabe gezwungen bzw. muss sich mit schlechten Platzierungen zufriedengeben.
Das Cibes Lift Ski-Willy Marathon Team hat sich mit dieser Situation eingehend befasst und beim heurigen Jizerska 50 erfolgreich dein Einsatz eines Servicehundes getestet. Der Jizerska 50 in Tschechien ist ein typisches Rennen, wo viele Streckenabschnitte für die Betreuer nur zu Fuß oder mit Ski erreichbar sind. Hat ein Teamläufer einen Materialdefekt kann man das zwar per Ski Classics App oder Livestream am Handy mitverfolgen, aber für die Betreuerteams ist es dann schwierig, in den Wäldern um Bedrichov, dem jeweiligen Athleten zeitnah Hilfe zukommen zulassen.
Ganz anders ist die Situation, wenn man einen auf Speed und Orientierung trainierten Windhund im „Betreuerstab“ hat. Cibes Lift Ski-Willy Marathon Team Hundeflüsterin Hanna Riedl hat ihren Whippet Ari darauf trainiert rasch, effektiv und auf schnellstem Wege die ihm bekannten Teamathleten auch in ausgesetzten Gegenden zu finden. Ari kann bis zu zwei Paar Stöcke oder auch einen Ersatzski mühelos transportieren. Er ist auf den Geruch jedes einzelnen Teamathleten konditioniert und nach dem Kommando „Bring Ski“ flitzt der Windhund mit bis zu 80km/h diretissima zur Zielperson.
„Wir waren selbst überrascht,“ analysiert Team Director Peter Kiene das Ergebnis, „Ari konnte unsere Athletin, die mit einem gebrochenen Teller zu kämpfen hatte, innerhalb von 10 Minuten in der Waldpassage nördlich von Holubnik erreichen und ihr damit ein erfolgreiches finishen ermöglichen. Der nächste Schritt ist ein Einsatz bei den Servicezonen. Das Birkebeiner Rennet zum Beispiel erfordert durch die Streckenführung übers Gebirge und durchs Fjell eine große Servicemannschaft, um alle Verpflegstationen abzudecken. Ari ist schneller als alle Läufer und kann somit von Verpflegungszone zu Verpflegungungszone am Feld vorbei eilen und unseren Athleten die nötige Energiezufuhr ermöglichen. Aufgrund der Effektivität und Kostenersparnis ist der Aufbau einer Hundestaffel in Planung.“
© Skimarathon Team Austria